Madeira

Neben den Kanaren gehört auch die Insel Madeira zu Makaronesien, dem Inselarchipel, der sich im Ostatlantik von den Kapverden bis zu den Azoren erstreckt. Nicht umsonst wird die Insel Blumengarten im Atlantik genannt, denn vor allem ihre Fauna macht sie einzigartig.

1418 war sie die erste Insel, welche die portugiesischen Seefahrer mit Admiral João Gonçalves Zarco im Auftrag Heinrichs des Seefahrers für sich beanspruchten. Als Zwischenstation nach Brasilien und den afrikanischen Kolonien Portugals profitierte Madeira als Dreh- und Angelpunkt des kolonialen Handels. Neben dem kostbaren Lorbeerholz exportierte die Insel auch Zuckerrohr, Fisch und Wein, der vor allem in England großen Anklang fand. Ab dem 17. Jahrhundert wuchs der englische Einfluss, sodass auch viele Familien von den britischen Inseln sich auf Madeira niederließen.

Madeira gehört wie auch die Kanaren zum Gebiet der Europäischen Union und ist heute ein beliebtes Urlaubsziel, vor allem bei Briten und zuletzt vermehrt auch bei Deutschen. Durch die mit EU-Mitteln topmoderne Straßen- und Tunnelinfrastruktur ist die Insel leicht erkundbar. Das Wetter ist zwar über den Tag oft wechselhaft, dafür locken ganzjährig milde bis sommerliche Temperaturen. Der Tourismus ist aber inzwischen auch eine Last geworden, denn das Phänomen des Overtourism ist inzwischen auch auf Madeira nicht zu verkennen. Überlaufene Restaurants und Parkplatzanarchie in der Natur sind keine Seltenheit mehr.